Fr 15. März 2019 // 20 Uhr - Bonn-Premiere 

Sa 16. März 2019 // 20 Uhr 

So 17. März 2019 // 18 Uhr 

Theater im Ballsaal

CocoonDance company 

 

DREAM CITY  

 

Von und Mit: Fa-Hsuan Chen, Martina De Dominicis, Álvaro Esteban, Valério Maselli, Werner Nigg, Hugo Pratap Parvex, Chloé Rohrbach, Frédéric Voeffray, Marko Zelenovic, sowie Mitgliedern der Junior Company Bonn – They Might Be Giants 

// Choreografie, Regie: RafaëleGiovanola / / Komposition, Live, DJing: Franco Mento // Lichtgestaltung: Patrick ‘Lulu’ Jacquérioz  // Bühnenbild: CocoonDance in Zusammenarbeit mit Monnard Design & Legros Studio // Technische Einrichtung: Peter Behle // Kostüme: Mathilde Grebot // Choreografische Assistenz: Leonardo Rodrigues // Dramaturgie: Rainald Endraß // Management: Mechtild Tellmann

 

Foto: Klaus Fröhlich
Foto: Klaus Fröhlich

 

Die Choreografie macht eine körperliche Kommunikationsweise produktiv, die Inspiration aus nichtmenschlichen, organischen und instinktiven Prozessen schöpft. Körper werden in dieser Perspektive zu Körpern, die nicht mit sich selbst identisch, sondern offen sind zu Fort-Bewegungen miteinander. Die künstlerischen Grundlagen dieses Projektes basieren vor allem auf der Erforschung der Bewegungsqualität „anderer Körper“, die für die choreografische Arbeit von CocoonDance so weit reichend geworden ist. In Dream City treffen die Tänzer von CocoonDance  auf Kinder und Jugendliche der Junior Company, Urban-Tänzer und Parcour-Künstler sowie den DJ Soundkünstler Franco Mento. Sie verschmelzen zu einem Organismus, zu einer polyphonen Synthese disparater Bestandteile.

 

DREAM CITY führt mehrere, über Jahre hinweg entwickelte Projekte und wichtig gewordene Themen wie die Glossar-Arbeit und der Austausch mit anderen, nicht-ausgebildeten Tänzerkörpern aus der dreijährigen Résidence TRIENNALE zu einem Aufführungsprojekt zusammen. Die künstlerischen Grundlagen basieren vor allem auf der Erforschung und Sichtbarmachung der Bewegungsqualität „anderer Körper“, die für die choreografische Arbeit genutzt wird. So wird gerade das Unerwartete eines anderen Körpers zur ästhetischen Erfahrung, die neue Qualitätsmaßstäbe setzt. Bewegungen die faszinieren, gerade weil sie die Sehgewohnheiten und Normideale – gerade auch des Zeitgenössischen Tanzes – zu hinterfragen in der Lage sind, und gleichzeitig mit neuen Impulsen bereichern.

 

Der Titel ist entlehnt dem Essay Speaking in Tongues der englischen Schriftstellerin Zadie Smith, die ihre "Traumstadt" so beschreibt: "Sie ist ein vielstimmiger Ort, wo die einheitliche, einzigartige Identität illusorisch ist. Wenn einem die persönliche Vielfältigkeit fast schon zu eindeutig ins Gesicht geschrieben steht, in die Gene, ins Haar und in das Nicht-Fisch-nicht-Fleisch-Beige der Haut - nun, dann sieht doch jeder, dass man aus Dream City stammt. In Dream City ist alles doppelt, alles vielfältig. Es bleibt einem gar nichts anderes übrig, als Grenzen zu überschreiten und in Zungen zu reden. …. In dieser Stadt setzt der Weise das Wörtchen 'ich' mit Vorsicht ein, weil dieses 'ich' als Phonem viel zu klar und einseitig ist, um die wahre Vielfalt seiner Erfahrungen abzudecken. Die Bürger von Dream City ziehen das Kollektivpronomen 'wir' vor."

 

CocoonDance wurde 2000 von der Choreografin Rafaële Giovanola und dem Dramaturgen Rainald Endraß gegründet. Die Schweizerin war zunächst Solistin in Turin, bevor sie in Frankfurt acht Jahre mit William Forsythe arbeitete. Zuletzt gehörte Pavel Mikuláštiks Choreographischem Theater an.  Seit 2004 bespielt und kuratiert CocoonDance das Bonner Theater im Ballsaal, und tourt mittlerweile auf fünf Kontinenten. 2018 wurde die Compagnie mit "Momentum" zur TANZPLATTFORM IN DEUTSCHLAND, dem wichtigsten biennalen Forum für Zeitgenössischen Tanz in Deutschland ausgewählt. 

 

Pressestimmen

 

„Am Ende dieses eindrucksvollen Abends bleiben vor allem drei Dinge im Gedächtnis des Publikums, das für eine Tanzaufführung geradezu überbordend applaudiert. Giovanolas Idee, so viele Gangarten wie noch nie zu zeigen, die Höchstleistung der Tänzer und die Frage, wie denn die Stadtgesellschaft der Zukunft tatsächlich auszusehen hat. Mehr kann man wohl von einem solchen Abend kaum erwarten.“ (Michael S. Zerban, O-Ton Internet-Magazin, abgerufen: 01.02.2019)

 

„Immer wieder staunen die Zuschauer ob der Körperbeherrschung, mit der die Akteure die Gesetze der Schwerkraft auszuhebeln scheinen, und ihrer Präzision, mit der sie bei aller Rasanz der Bewegung und Enge Kollisionen vermeiden. Dabei verschmelzen Laien und Profis, Erwachsene und Kinder (das jüngste ist gerade mal acht Jahre alt) zu einer harmonischen Einheit… . Ein atemberaubender Abend mit einer großen emotionalen Wucht.“ (Steffen Tost, Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 04.02.2019)

 

Eine Produktion von CocoonDance  company in Koproduktion mit Théâtre du Crochetan Monthey, Ringlokschuppen Ruhr Mülheim, Theater im Ballsaal Bonn

Gefördert durch:  Kunststiftung NRW, Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen, Bundesstadt Bonn, Pro Helvetia, ThéâtrePro Valais, Loterie Suisse Romande, Conseil de la Culture, État du Valais

 

 Impressionen "Dream City" von Klaus Dilger ©TANZweb.org

Programmübersicht

So 10. März 2019 //

14 – 18 Uhr,

Theater im Ballsaal

Manolis Tsipos 

ZUSCHAUEN-TRAINING

(Workshop in englischer Sprache)

Fr 15. März // 20 Uhr 

Theater im Ballsaal

CocoonDance

DREAM CITY

Sa 16. März // 20 Uhr 

Theater im Ballsaal

CocoonDance

DREAM CITY

So 17. März // 18 Uhr 

Theater im Ballsaal

CocoonDance

DREAM CITY

So 17. März, 20 Uhr

Brotfabrik Theaterwerkstatt

MIRA / Julia Riera

MIRA 6_89˚

Fr 22. März, 20 Uhr 

Theater im Ballsaal

David Hernandez + Collaborators 

VOX

im Anschluss 

DJ-Set Zoë McPherson